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Erinnerungen an alte Zeiten

Foto: Chris Ham Sportiv Fotografie



Und weiter geht es mit unserer Serie „Wir blicken zurück „.

Heute geht es um Andor Müller, ein Vollblutstürmer mit ernorm viel Ruhe am Ball und ein Torgarant über Jahre hinweg bei TuS Sachsenhausen in der Brandenburgliga. Wir haben uns mit ihm über seine Ersten Ballkontakte unterhalten.

 

Hallo Andor, wir wollen auch mit dir zu den Anfängen deiner Fussballerkarriere zurückblicken. Wie bist du als junger Kerl zum Fussball gekommen? Bei welchem Verein hast du das Erste mal gegen den Ball getreten?

Früher habe ich mit Freunden nach der Schule alles zerschossen was irgendwie im Weg war. Jeden Tag 3-4 Stunden auf dem Bolzplatz zu spielen, war ganz normal. Heutzutage liegen die Prioritäten meistens woanders. Angefangen habe ich dann bei SV Belafarm Beetz/Sommerfeld. David Deringer hat mich mehr oder weniger gezwungen mit zum Training zu gehen.

Welche Erinnerung hast du an deine Zeit als Jugendspieler und was hat dich am meisten geprägt?

In Sommerfeld mussten die Spieler immer zusammenbleiben, ansonsten konntest du die Mannschaft auch gleich abmelden. (Lacht). Ich erinnere mich gerne an die Zeiten mit Volker Hirsemann und Jörg Rücker als Trainer zurück.

Was war dein größtes Highlight als Jugendlicher?

Ganz eindeutig waren das nicht irgendwelche Pokale oder Ehrungen, sondern die Mannschaften in der B- und- AJugend beim Oranienburger FC, welche überragend waren. Mit vielen bin ich heute noch im guten Kontakt. Wir sehen uns oft. Wir schwärmen heute noch von dieser Zeit. Erinnern tue ich mich auch an Axel Büchle. In meinen Augen der beste Jugendtrainer, den man hier in Oberhavel findet. Eigentlich ist Jeder von ihm genervt, wenn er dein Trainer ist, weil er einfach immer viel verlangt, aber durch ihn lernt man viel. Jeder Spieler, der unter ihm trainiert wurde, weiß genau was ich meine.

Wie schwer war für dich der Sprung als A-Jugendlicher in den Herrenbereich und wie hast du dich letztendlich durchsetzen können?

Der Sprung ist mir nicht schwer gefallen, sicherlich musst du dich erstmal hinten anstellen, aber da ich zum einen in der Jugend schon an die Männer heran geführt wurde, klappt das gut. Samstag sammelte ich oft Spielpraxis in der Ersten und Zweiten Mannschaft und Sonntags lief ich für die A-Jugend auf. Der Rückhalt von einigen älteren Spieler wie: Jerome Malinowski und Pascal Wolter halfen mir auch, um mich weiterzuentwickeln . Als junger Spieler brauchst du etwas Geduld, um deine Chance zu bekommen, dies habe ich getan und im Laufe der Zeit schaffst du den Sprung, um als nur um Kader zu stehen.

Gab es damals Gedanken einmal Profi-Fussballer zu werden, denn wenn man deine Anlagen über die letzten Jahre sieht, wäre noch mehr möglich gewesen?

Ich hatte mehrfach die Möglichkeit eine Sportschule zu besuchen. Eine schwere Verletzung und die Verbundenheit zu meiner Region verhinderten das. Inwieweit die Weg nach oben gegangen wäre, kann man nur spekulieren.

Seit nun circa 10 Jahren spielst du für TuS Sachsenhausen in der höchsten Brandenburger Spielklasse. Was macht dieser Verein für dich aus?

Der Zusammenhalt im Team ist sehr angenehm. Jeder kennt Jeden. Du kannst dich mit den Leuten auch über andere Dinge unterhalten. Sie helfen einem , wenn dir etwas am Herzen liegt. Die Mannschaft ist seit Jahren gewachsen und hat sich entwickelt, auch charakterlich. Wir haben uns über die Jahre einen guten Ruf in Oberhavel/Brandenburg erarbeitet. Ganz klar hebe ich unsere Fans hervor (White & Black Company), gerade was sie in der letzten Hallensaison abgerissen haben, war schlichtweg der Wahnsinn. Mittlerweile hat sich daraus eine richtige Fangruppierung gebildet.

Hast du in all den Jahren jemals einen Gedanken gehabt TuS zu verlassen und wenn ja warum?

Mehrere Male, wenn du jung bist lotest du manchmal eben deinen Wert aus. Manchmal läuft nicht alles wie man es sich wünscht oder ein Trainer geht, der einen überzeugt hat. Letztendlich bin ich geblieben und sehr froh darüber. Im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung auf keinen Fall.

In Brandenburg kennt dich so gut wie Jeder und weiß um deine Qualitäten, da sind wahrscheinlich im Laufe der Jahre einige Angebote gemacht worden. Welche Vereine waren das und welche klopfen immer noch bei dir an?

Angebote gab es immer wieder mal welche, darunter waren auch kuriose, wie eines aus Australien von einen Spieler, der vor ein paar Jahren bei uns gespielt hat. Inzwischen kann ich mir schwer vorstellen in einem anderen Trikot aufzulaufen, welches sicherlich auch Verantwortliche anderer Vereine so sehen und es gar nicht mehr versuchen mir Angebote zu unterbreiten. Allerdings würde ich gern nochmal mit ein paar Freunden von mir zusammenspielen.

Wo siehst du TuS Sachsenhausen in den nächsten 5 Jahren und könntest du dir in Zukunft eine andere Position im Verein vorstellen?

Ich hoffe der Verein steht in 5 Jahren ähnlich gut da wie jetzt. Spieler wie Erik Beutke, Komossa oder Magino haben sich etabliert. Die Fans und Sponsoren halten dem Verein die Treue und ich habe die Möglichkeit von draußen irgendwelche sinnlosen Kommentare von mir zugeben und Stolz zu sagen können, dass wir alles besser gemacht haben. Man sollte niemals nie sagen, aber dafür muss auch vieles passen, vorallem zeitlich. Ich hoffe bis dahin noch einige Saison spielen kann.

Welche Bedeutung hat Fussball für dich?

Der Fußball begleitet mich mein Leben lang, daher ist er auch ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Manchmal wichtiger als man vielleicht zugeben möchte.

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Andor Müller und wir möchten an dieser Stelle auf eine Wohltätigkeitsorganisation „WIR FÜR EUCH“ aufmerksam machen.

Wir starten einen LAUF heisst das Motto!!

Ihr könnt mit jedem gelaufenden Kilometer das Oranienburger Hospiz „Lebensklänge“ unterstützen. Lauft mit und tut sogar eurer Gesundheit etwas gutes.

Mehr rund um das Thema findet ihr auf der WIR FÜR EUCH Facebook-Seite und Oberhavel.de







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