Diefussballamateure

Spielberichte: Berlin & Brandenburg

Genau das sind seine Worte!!


Name: Alban Feta
Verein: SG Großziethen (Landesliga Süd, Brandenburg)
Position: Mittelfeld


Alban Feta, aktuell bei der SG Großziethen (Fussball/Futsal). Heute habe ich seine Sicht einer seiner interessanten Karriere kennengelernt.

1. Laut meinen Informationen stehst du bis Sommer bei SG Großziethen (Landesliga) unter Vertrag, ist das richtig?
Du hast ja sehr gut recherchiert. Ja, ich bin zurück nach Großziethen gegangen, da sehr viele Spieler dort den Verein verlassen haben und mich der Vorstand daraufhin angesprochen hat ob ich eine halbe Saison aushelfen kann, da ich ja aktuell auch bei Großziethen für die Futsal- Mannschaft spiele, daher ist es mir sehr leicht gefallen ja zu sagen.

2. Du hast ja im Laufe der letzten paar Jahre einige Erfahrungen in anderen Mannschaften sammeln dürfen. Welche Dinge waren positiv und welche nicht?
Positiv war für mich immer andere Fußballer kennenzulernen. Negativ war meistens die Organisation der Mannschaften, aber ansonsten kann ich nichts schlechtes über Verein und Mitspieler sagen.

3. Es gibt ja einige Statistiken über dich, die besagen, dass du gern mal den Verein wechselst. Mich würde interessieren, welche Gründe verschlugen dich immer wieder aufs Neue dazu? Keiner kennt den Hintergrund! Lag es an deinen Mitspielern, am Trainer, am Umfeld des Vereins oder doch am Geld?
Gute Frage, wieso bin ich eigentlich so oft gewechselt? Das kann ich dir leicht beantworten. Meistens wird einem etwas versprochen, was nie eingehalten wird. Zum Teil habe ich mich immer in den Vorbereitungen der für die Saison schwer verletzt, siehe Türkspor. Dort habe ich mir bei einem Hallenturnier nach einer Minute einen Meniskusriss zugezogen, wegen dem musste ich ein halbe Jahr pausieren. Wo ich Beim BFC Preußen war habe ich mir einen Mittelfußbruch zugezogen, Anfang der Rückrunde. Ich bin daran, aber selbst Schuld, da mir mein Charakter vieles nicht einfach gemacht hat. Jeder weiß, der mich kennt, dass ich Privat ein dufter Kerl bin und immer für meine Teamkollegen und dem Verein da bin, egal in welcher Situation. Siehe Großziethen und Sparta Lichtenberg, wenn sie mich nicht mögen würden, wäre ich nicht ein zweites oder drittes Mal zu dem Verein gewechselt. Klar liegt es daran, dass viele Trainer mit meiner Art auf dem Platz und im Training nicht zurecht kommen, was ich auch von ihnen nicht erwarte. Ich war auch mal jung und habe Fehler gemacht und alles halt frei Schnauze gesagt, was nicht jedem passte.

4. Hast du Angst, dass dich irgendwann kein Verein mehr aufnehmen wird?
Nein davor habe ich keine Angst, denn es gibt immer noch Vereine, die mich bis heute anrufen und fragen, ob ich nicht in ihr Team wechseln möchte. Genau diese Vereine wissen, was sie an mir haben. Und jetzt mal ganz ehrlich, Menschen ändern sich irgendwann und dieses Glück habe ich meinen Kindern zu verdanken, durch die ich echt ruhiger geworden bin.

5. Wieso ist so ein begnadigter Fußballer wie du kein Profi geworden, woran lag es? Gab es keine Chancen um irgendwo auf professioneller Ebene aktiv zu sein?
Vielen Dank erstmal für die Wertschätzung als Fußballer. Warum ich kein Profi geworden bin, ist ganz einfach. DISZIPLIN!!! Und vielleicht daran, dass ich keinen vernünftigen Berater hatte. Es gab Probetrainings bei Mannschaften, die in der 3 und 2 Liga gespielt haben, aber wie gesagt, dann wird über einen Spieler schlecht geurteilt und ihm nichts gegönnt. Ich betone trotzdem nochmal meine Disziplin, die hat mir im Weg gestanden. Man muss auch mal Fehler bei sich selbst suchen.

6. Du bist ja jetzt 26 Jahre alt, wie lange willst du noch als Spieler aktiv bleiben und wo kannst du dir vorstellen deine Karriere zu beenden und warum?


Ich will definitiv dieses Jahr meine B-Lizenz erwerben und danach schaue ich mal was die Zeit bringt.. Ich bin ein leidenschaftlicher Fußballer, da hängt man ungern die Schuhe an den Nagel. Ich darf auch nicht vergessen, dass ich zwei Söhne habe, den ich den Weg zum Fußballer über Disziplin zeigen möchte, denn sie sollen nicht den gleichen Fehler wie Papa machen.

7. Wie sollte dein Leben ist 10 Jahren aussehen, hast du Pläne und Ziele?

Als meine Ziele sind es definitiv in den nächsten Jahren mit der Futsal-Mannschaft in die Bundesliga aufzusteigen. Ich möchte auch gern als Trainer und- Spielerbranche tätig sein. In der Spielerberater Branche bin ich derzeit etwas tätig, zusammen mit einem guten Freund, der schon länger erfolgreich in der Branche arbeitet. Wir haben das Ziel, den Spielern auch versprochene Sachen einzuhalten und nicht zu brechen. Es gibt viele Talente, die das Zeug zum Profi haben, aber langsam denke ich, dass diese in Berlin/Brandenburg weniger werden. Ansonsten würde sagen, meine Familie soll gesund bleiben und ich will meinen kleinen Jungs bei der Entwicklung im Leben und auf dem Platz helfen.

Ein sehr interessantes Interview. Weiterhin alles Gute Albi
Das Amateurfussball-Team

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