Kann da noch etwas schief gehen?

Fotoquelle: Frank Arlinghaus

Rani Al Kassem, hat mit seinem Team eine schwere Aufgabe vor sich, um das gesteckte Ziel für diese Saison zu erreichen. Ich habe mit ihm gesprochen.

1. Hallo Rani,

drei  Testspiele habt ihr in den letzten Tagen bestritten, gegen Blau-Weiß, den Berliner SC und Hertha 06. Was konntet ihr als Trainer-Team aus den beiden Spielen für Erkenntnisse ziehen?

Durch die Spiele konnten wir einiges an Erfahrung mitnehmen. Wir können behaupten, dass wir imstande sind mit Mannschaften höherer Ligen mitzuhalten. In den Spielen gegen Hertha 06 und Blau Weiss 90 konnte das gesehen werden. Es fehlte uns lediglich die Konzentration und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Da wir jedoch in der Vorbereitungsphase sind, darf nicht alles zu sehr bewertet werden. Bei dem Spiel gegen den Berliner SC wurde deutlich, dass die Jungs durch die knallharte Vorbereitung müde geworden sind und in einigen Situationen zu unkonzentriert waren. Bei dem aktuellen Vorbereitungsstand ist das aber ganz normal und kann den Jungs definitiv nicht zum Vorwurf gemacht werden, da alle super mitziehen.

2. Auch gestern habt ihr gegen Tur Abdin getestet. Stehen diese Freundschaftsspiele als Trainingseinheiten für Kraft und Ausdauer?

Gestern stand ein Freundschaftsspiel gegen Tur Abdin an. Durch die Spiele haben wir die Möglichkeit einiges auszuprobieren. Natürlich bekommen somit viele Spieler ihre Spielzeiten und sind selbst dafür verantwortlich ihre Chancen zu nutzen und zu überzeugen, um am ersten Spieltag im Kader stehen zu dürfen. Der Konkurrenzkampf ist groß und da kann sich kein Spieler erlauben mit angezogener Bremse zu trainieren oder zu spielen.

3. Woran müsst ihr unbedingt in der Vorbereitung arbeiten, um das Ziel den Aufstieg zu erreichen?

In der Vorbereitung arbeiten wir an vielen Dingen. Das Wichtigste ist, dass wir nicht nur in der Vorbereitung, sondern auch in der Saison ein Team sein müssen, welches zusammenhält und man bereit ist Wege zu gehen und eine Einheit von Spieler 1-24 zu werden. Nur so schafft man einiges gemeinsam. Ob es letztlich zum Aufstieg reicht, hängt von vielen Faktoren ab und von den eigenen erledigten Hausaufgaben. Im Fußball gehört auch etwas Glück dazu. Das Wichtigste für mich ist, dass jedem aus meiner Mannschaft bewusst ist, dass es sich hier um Mannschaftssport handelt und keine One Man Show.

4. Zum Jahreswechsel wurde das Landesliga-Turnier in Schöneberg gewonnen, wie wichtig war dir dieser Turniergewinn?

Bis dato läuft es in dieser Hinsicht gut. An dem Landesliga Turnier und generell an Turnieren nehmen die Jungs gerne teil. Da geht es einfach um Spaß und etwas Bewegung, die so kurz vor der Vorbereitung nie schadet. Wenn dann das Turnier gewonnen wird, ist es natürlich schön für die Jungs und ein kleiner Erfolg. Die Hauptsache bei solchen Turnieren ist, dass man Verletzungsfrei bleibt. Das ist mir besonders wichtig.

5. Ihr habt zum Winter hin euren Kader qualitativ verbessert? Plant ihr schon nach dem Aufstieg?

Wir haben den Kader qualitativ verstärkt, um oben weiterhin mitspielen zu können. In der Breite haben wir uns auch verstärkt, da es im Fußball schnell passieren kann, dass aus verschiedenen Gründen ein Kader schrumpft. Zu der Frage, was der Plan nach dem Aufstieg wäre kann ich zu dem Zeitpunkt noch keine Antwort geben.

6. Kann mit dieser Mannschaft noch irgendetwas schief gehen um nicht aufzusteigen?

Natürlich kann mit dieser Mannschaft einiges schief laufen. Für viele Außenstehende ist es immer einfach zu sagen, was schon bei den Namen und bei der Qualität schief gehen soll oder es doch gar nicht so schwer ist solche Spieler zu trainieren, da sie viel mitbringen und es eine leichte Aufgabe für einen Trainer ist. Das ist in meinen Augen völliger Schwachsinn. Gerade bei so einer Mannschaft kann vieles schief gehen, aber das ist dann meine Aufgabe die Mannschaft bodenständig zu halten und täglich daran zu erinnern jedes Wochenende sowie beim Training mehr als 100 Prozent geben zu müssen, um erfolgreich vom Platz zu gehen. Es reicht nicht nur schön Fußball zu spielen, sondern auch die Laufbereitschaft und der Wille zu gewinnen. Alle, die auf dem Platz stehen und die Jungs auf der Bank, müssen eine Einheit sein, um am Ende die Punkte mitzunehmen. Ich mache mir da keine Sorgen, da wir auf einem guten Weg sind und die Mannschaft es auch ab Tag 1 verstanden hat, dass die Rückrunde kein Selbstläufer werden wird. Sollte am Ende der Saison der Aufstieg drin sein, nehmen wir ihn gerne mit – so ist das nicht.

>>Rani<<, für dein Team viel Erfolg für die gesteckten Ziele
Das Amateurfussball Team

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