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Spielberichte: Berlin & Brandenburg

TSV Lichtenberg berichtet nach der 0:8 Pleite

Mit ’nem Messer kommt man nicht zur Schiesserei!“

Die „Erste“ des TSV geht in Grünau nach „Blitz-Rot“ mit 0:8 unter und muss sich unangenehme Fragen gefallen lassen… Der „Wurm“ ist zurück gekehrt und muss schleunigst aus der Obstkiste. In der Zeit ohne Meisterschaftsspiele machte man Tippelschritte in die richtige Richtung und wähnte sich auf der richtigen Spur und mit einem einzigen Spiel wird Alles wieder aufgerollt werden müssen, was eigentlich der Vergangenheit angehören sollte.

Dabei sind Dinge erklärbar, Andere aber nicht! Der Reihe nach… 3. Spieltag – Bezirksliga Staffel 3 Grünauer BC – TSV Lichtenberg 8:0 (2:0)

Die Zuschauer und die Teams nahmen ihre Plätze ein und erlebten genau 75 Sekunden nach Anpfiff sicher die Schlüsselszene des Spiels: Langer Ball auf die TSV-Deckung, Senioren-Leihgabe Christoph Gill unterschätz die Länge des Spielobjekts, Stürmer der Grünauer läuft unbedrängt auf TW Elsner zu und der Schuss landet am Arm des sich groß machenden Keepers. Blöd nur, dass das außerhalb des Strafraums passierte… Dem Schiedsrichter blieb keine andere Wahl: Rot für „Else“! „Lüschi“ in die „Hütte“ und Hozic geopfert. Der Freistoß verpufft ungefährlich.

Das Spiel hatte noch nicht mal Fahrt aufgenommen, aber gefühlt war das ein ganz heftiger Nackenschlag, denn 90 Minuten in Unterzahl agieren müssen, kann keiner Mannschaft der Welt gefallen. Vorerst passiert aber erstmal wenig. Die Grünauer Gastgeber wussten wenig mit sich und den erstmal noch an sich glaubenden TSVern anzufangen. Ein paar Flanken, ein paar Standards… Mehr war nicht bis zu einer knappen halben Stunde. Ein Freistoß von „Mo“ flog nur knapp am Grünau-Tor vorbei, aber für mehr Offensivgeist langte es beim TSV nicht wirklich, doch die Gäste waren ganz „Nette“ und bauten genau zwei gravierende Fehler ein, die man beim Gegner dankend und eiskalt annahm.

Der Doppelschlag auf 2:0 für Grünau wirkte natürlich nicht aufbauend für ernüchterte TSVer. Halbzeit! Man bastelte etwas und versuchte zurück zu finden und es gab sicher auch einige Torchancen für den TSV, aber in der Summe war das einfach zu wenig. Die Hausherren steigerten sich, ohne nun vollends brillieren zu müssen. Die Tore fielen nun wie reife Früchte und auch wenn einige Treffer durchaus gekonnt heraus gespielt wurden, wird man aber auch darauf hinweisen müssen, dass man meist nur netter Begleiter war. Das war für das Frustlevel sicherlich nicht sonderlich gut. Abfiff! Nicht drüber nachdenken – Abhaken – Gegen die verlieren noch anderen… Eine Floskel jagt die Nächste! So einfach ist es aber nicht… Wir werden nun hier den Teufel tun und auf Dinge im Umfeld des Spiels hinweisen, die absolut kontraproduktiv liefen. Machen wir (hier) nicht! Die ganz große „Emotionskeule“ und „Wundversorgung“ hebt man sich lieber für die Mannschaft auf. Aber Alles mit der mehr als ungünstigen Roten Karte zu erklären wäre zu einfach und so einfach ist es eben auch nicht.

„Wir befinden uns auf der Suche nach der grundlegenden Formel, wie sich ein Team zu verhalten hat, denn das was wir momentan erleben, hat mit Teamspirit, Kollegialität und Identifikation mit Verein und Aufgabe nur ganz wenig zu tun, da die Aufgaben nicht leichter werden, muss ein radikaler Wandel im eigenen Denken und Handeln her. Zweifel an normalste Dinge sind angebracht, denn Erkenntnisse hat man seit Juli genug gewonnen.

Es müssen nicht nur Ergebnisse her, die die Stimmung etwas aufhellen würden, sondern es muss wieder zu erkennen und zu spüren sein, dass man gemeinsam da raus will. Diese Schritte ist man eigentlich auch schon gegangen, aber das Spiel vom letzten Sonntag war ein massiver Rückschritt. Es wird in der Zukunft des Teams Entscheidungen geben, die nicht Jedem gefallen werden. Aber diese Entscheidungen werden kommen und zwar schneller als es Einigen gefallen wird…“ Macht die Köpfe nicht nur wieder hoch sondern auch mal auf! #NURDERTSV

Infos zum Spiel: Spielinfos
Spielbericht: TSV Lichtenberg

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