Wir sind glücklich darüber, aber nicht euphorisch



Alvi Kallco, im Dritten Jahr Trainer von BW Friedrichshain (aktuell Kreisliga A), erzählt uns auch einiges über seine Erfahrungen als Trainer im Ausland.


Hi Alvi, du bist im 3. Jahr Trainer der Ersten Männermannschaft von BW Friedrichshain und mit deinem Team aktuell Tabellenführer der Kreisliga A, St. II. Wie groß ist die Euphorie im Verein?

Der Verein ist im Allgemeinen glücklich über die aktuelle Tabellenplatzierung, aber nicht euphorisch. Im Moment hoffen wir aber, das sich die Lage wegen der Pandemie erholt und wir wieder Fussballspielen können.

Wie stehst du zu Friedrichshain, ist der Verein schon wie eine Familie für dich geworden?

In Wirklichkeit ist das meine 3. Saison. Die Chemie zwischen mir und dem BW Friedrichshain stimmte von Anfang an. Der Verein ist für mich wie eine Zweite Familie geworden. Die Jungs haben mich in schwierigen Momenten wirklich unterstützt, und das werde ich nicht vergessen.

Welche Ziele hat der Verein in Zukunft und wie plant der Vorstand mit dir?

Das Ziel ist, alles Schritt für Schritt anzugehen. Wir sind ein kleiner Verein und alles macht uns im Moment wirklich Spaß. Wir wollen das der Verein wächst. Ich stehe im regelmäßigen Kontakt mit dem Vorstand, um einige kleine Dinge zu verbessern, damit wir uns weiterentwickeln können. Mein Wunsch ist es kommende Saison Trainer bei BW Friedrichshain zu sein, da ich viel Motivation, Respekt und Unterstützung seitens des Vereins sehe.

Was würde der mögliche Aufstieg für Friedrichshain bedeuten?

Wir hoffen auch in der Bezirksliga Spaß haben zu können. Bis jetzt hat der Verein nur in der Kreisliga A gespielt. Die Bezirksliga würde für uns eine ganz neue Herausforderung sein. Sollte uns der Aufstieg gelingen, müssten wir einiges innerhalb der Mannschaft neu organisieren. Wir hoffen natürlich auch, dass durch den Aufstieg, der Verein attraktiver für neue Spieler sein wird.

Nun mal zu dir, du kommst ja ursprünglich aus dem wunderschönen Albanien, übrigens ein Geheimtipp für Urlauber. Wie bist du nach Deutschland gekommen?

Richtig, Albanien ist er sehr schönes Land mit freundlichen Menschen, wunderschöner Natur und leckerem Essen. Den Schritt nach Deutschland zu kommen beschloss ich einiges Tages gemeinsam mit meiner Frau. Wir wollten es neues ausprobieren und dachten es wäre der richtige Zeitpunkt dafür. Berlin war aus beruflichen Gründen die Beste Option. Wir sind sehr froh diese Entscheidung getroffen zu haben.

Welchen Stellenwert hat Fussball in Albanien?

Der Fussball ist und bleibt ein traditioneller Sport in Albanien. Albanien ist sehr klein und hatte sich erstmals für eine Teilnahme zur EM 2016 qualifiziert. Wir sind sehr Stolz darauf. Die Albanischen Fussballer spielen sehr leidenschaftlich und sind vorallem talentiert.

Welche Fussballerischen Erfahrungen konntest du in Albanien sammeln und wie sind dort die Gegebenheiten in den Fussball-Vereinen, im Vergleich zu Deutschland?

Ich habe für einer der besten Mannschaften in Albanien gespielt und gearbeitet. Der Verein heisst dem FK Dinamo Tirana. Ich selbst habe jedoch nicht so lange aktiv gespielt, beschloss dann eine Trainer-Lizenz zu erwerben. Ich habe circa 7-8 Jahre lang als Jugendtrainer gearbeitet, anfangs 3 Jahre lang in der C-Jugend, mit welcher ich 3 Jahre in Folge die Meisterschaft gewinnen konnte und einmal den Pokal. Einige meiner Jungs von damals, spielen heute in der U21 Nationalmannschaft und der Superliga Albaniens. Während meines Studiums hatte ich auch das Glück eine Pro Lizenz als Fussballlehrer zu erhalten. Die Prüfung konnte ich unter Renzo Ulivieri und Ettore Donati ablegen.

Die Kategoria Superiore ist die höchste Spielklasse im Albanischen Fussball, mit welcher Liga könnte man diese in Deutschland vergleichen?

In Albanien sind die Bedingungen nicht so gut wie in Deutschland. Die Sportgelände und das Sportmanagent sind qualitativ schlechter als in Deutschland. Finanziell ist die Superiore Liga in Albanien vergleichbar mit der Regionalliga in Deutschland.

Wo siehst du dich als Trainer in 5 Jahren?

Weiter als Trainer arbeiten und weitere Herausforderungen meistern.

Hier geht es zum Trainerprofil –> Alvi Allco

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