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Spielberichte: Berlin & Brandenburg

Wohlmöglich wäre doch mehr drin gewesen!

Ein Kreuzberger Jung, mit Südländischen Wurzeln, der in der Jugend schon ein begnadeter Fussballer war, spielte sogar für den Köpenicker SC und SC Staaken in der Jugend Regionalliga. Zu seiner Vita im Herrenbereich zählen unter anderem, der SC Gatow, 1. FC Wilmersdorf und Al Dersimspor. Insgesamt kann er auf über 100 Berlinliga Partien zurückblicken. Auch der damalige Landesligist von Novi Pazar, konnte sich für 2 Jahre seine Dienste leisten. Über wen sprechen wir eigentlich, genau, Sinan Bozkurt, aktuell beim ambitionierten Landesliga Anwärter dem FC Amed.

Wir blicken zurück in seine Fussballerische Vergangenheit und erzählen warum genau diese Zeit ihn geprägt hat.

Er hatte die Möglichkeit das Fussball ABC bei Hertha BSC oder Tennis Borussia zu erlernen, entschied sich letztendlich für die Lila- Weißen. Für seine Alterklasse war Sinan recht gut, unterstützt hat ihn immer sein Vater, ob es die Fahrten zu den Spielen und die zahlreichen Turniere waren, wo er dabei war. Der Vater selbst war Fussball-Trainer und konnte seinen Sohn vieles auf dem Weg mitgeben. Abseits des Vereinslebens, spielte Sinan auch während seiner Freizeit gegen Ältere und holte sich somit, dass gewisse Selbstvertrauen für den Ligaalltag.

Im Alter von 9 Jahren musste Sinan eine schmerzhafte Erfahrung machen. In einem Hallenturnier verletzte er sich schwer. Ein Schienbeinbruch stellten die Ärzte fest! Es begann eine Leidenszeit, über viele Monate, Gips und Krücken belebten diese Zeit. Sinan stieg nach einigen Monaten wieder ins Training ein. Die Verletzung hinterließ damals Spuren. Er hatte Angst in Zweikämpfe zu gehen, auch sein Bein fühlte sich nicht mehr so robust an, wie noch vor der Verletzung, doch er war ehrgeizig, nach und nach kämpfte er sich wieder zurück und seine Bedenken schwanden.

Sinan entwickelte sich stetig weiter. Er nahm an einigen Sichtungstrainings Einheiten teil, wechselte dann in die A-Jugend der Regionalliga Mannschaft vom Köpenicker SC.  Anfangs hatte er große Bedenken, ein neuer Verein, sein erste Regionalliga Saison, wird er die neue Herausforderung bestehen, wie nehmen mich meine neuen Mitspieler auf. Damals waren Jörg und Robert Zander (Vater und Sohn) Trainer. Sie sahen Sinan sein Talent, stärkten ihn, sahen seine große Qualität, auch als Führungsspieler und gaben ihm immer das Gefühl, wichtig für die Mannschaft zu sein. Unter den Zander Trainern wurde 4 Mal die Woche trainiert, plus das Ligaspiel am Wochenende. Ein Highlight war unter anderem gegen RB Leipzig, wo die Sportanlage so groß war, dass der Gang zum Spielfeld mehrere Minuten andauerte.

Sogar während er im Urlaub war und seine Mitspieler sich auf die Saison vorbereiteten, arbeitete Sinan weiter an sich, legte Extra- Einheiten ein und kam fit wieder, das sahen auch die beiden Zander Trainer und gaben ihn das Vertrauen als Führungsspieler. Er war auch immer einer der Trainingspfleißigsten und verpasste selten einer der 4 Einheiten wöchentlich und das obwohl er einen großen Fahrtweg hatte. Neben all seinem Fussballleben, lernte er nebenbei noch für sein Abitur.

Ich war immer ein disziplinierter und Fairer Spieler

Die Zeit beim Köpenicker SC prägte ihn, vorallem die damalige Unterstützung der Trainer. In seinem 2. A-Jugendjahr wechselte er zum SC Staaken, spielte auch dort für die Regionalliga Mannschaft als Stammspieler. Er erinnert sich besonders noch an ein bestimmtes Spiel, als wäre es gestern gewesen. Es ging gegen die A-Jugend von Erzegebirge Aue. In dem Spiel er seiner Meinung nach sein Bestes Spiel seit Wochen ablieferte, jedoch sah dies der Trainer anders und wechselte ihn kurz vor der Halbzeit aus. Unverständlich, Sinan verstand die Welt nicht mehr. Für ihn war die Situation demütigend, aber er arbeitete weiter hart an sich.

Sinan hier im blauen Trikot, in Aktion


Er erinnert sich auch an die Zeit, wo er mit Jack Krumnow (Spandauer Kickers-Berlinliga) und Christian Gawe (Lichtenberg 47- Regionalliga) in der A-Jugend zusammen spielte.

Wieviele gute talentierte Türkische Spieler hat auch Sinan eine Vergangenheit in der Türkei, wo er eine Möglichkeit sah, den Sprung zu den Profis zu schaffen. Leider gab es nur leere Versprechungen. Also ließ er die Türkei hinter sich und zog wieder nach Berlin und spielte für einige Vereine, wie dem SC Gatow, weiter über Hürriyet Burgund und einigen anderen Berliner Klubs, für welche er in der höchsten Berliner Spielklasse auflief und als wichtiger Stammspieler überzeugen konnte.

Heute arbeitet er in der größten Wirtschaftskanzlei weltweit, im IT Bereich und ist glücklich und zufrieden mit seinem Leben.

Mehr Infos zu Sinan Bozkurt

Bericht: Diefussballamateure

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